Im Dezember 2019 wurde das Klimaschutzpaket 2019 vom Bundesrat verabschiedet. Damit ist der Klimapakt wirksam, auch wenn noch nicht alle Details geklärt sind. Unter anderem wurden folgende Dinge beschlossen:
Einführung eines CO2-Preises
Ab 2021 soll ein allmählich steigender CO2-Preis auf Brennstoffe eingeführt werden, Daraus folgen diese CO2-Preise:
- 2021: 25 Euro / Tonne CO2
- 2022: 30 Euro / Tonne CO2
- 2023: 35 Euro /Tonne CO2
- 2024: 45 Euro /Tonne CO2
- 2025: 55 Euro /Tonne CO2
- 2026: Bereich von 55-65 Euro / Tonne CO2
- Ab Mitte der 20er Jahre soll ein Emissionshandel den Preis von CO2 bestimmen
Auf den angegebenen Preis kommt für Endverbraucher noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent hinzu. Ein Preis von 55 Euro / Tonne CO2 verteuert Heizöl damit um 18 Cent pro Liter. Erdgas wird aufgrund des geringeren CO2-Ausstoßes bei der Verbrennung nur um 13 Cent pro m³ teurer.
Fördermöglichkeiten im Klimaschutzpaket 2019
Energetische Gebäudesanierungen und Modernisierungen der Heizsysteme sollen bis 2029 durch einen Abzug von 20 Prozent der Aufwendungen von der Steuerschuld gefördert werden. Welche weiteren Fördermöglichkeiten es gibt, ist aktuell noch nicht eindeutig geklärt. Es soll aber der Einbau klimafreundlicher Heizungen gefördert und der Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 nur noch in bestimmten Fällen zulässig sein.
Auswirkungen
Konventionelle Heizungen mit Heizöl oder Erdgas werden im Vergleich zu Strom oder Holzpellets im Betrieb spürbar teurer. Heizöl kostet aktuell 70 Cent / Liter und verteuert sich bis in das Jahr 2025 alleine durch die CO2-Steuer um 26 Prozent. Alternative Heizsysteme werden im Vergleich dazu aufgrund eines geringeren CO2-Ausstoßes deutlich wirtschaftlicher. Die bereits beschlossene Steuer führt zum Beispiel dazu, dass eine Pelletheizung günstiger als eine Ölheizung wird. Aber es lohnen sich in Zukunft auch verstärkt Maßnahmen zum Einsparen von Energie. Als Fazit bleibt, dass die Kosten für die Verbraucher steigen. Es bleibt zu hoffen, dass sinnvolle Fördermöglichkeiten angeboten werden. Als Fazit bleibt:
Positiv:
Maßnahmen zum Einsparen von Energie lohnen sich mehr. Im Bereich der Heizung ist z.B. nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten aktuell eine Gas-Brennwertheizung unschlagbar. Mit einer Besteuerung von CO2 werden auch Alternativen wirtschaftlich.
Negativ:
Die Steuerbelastung der Bürger steigt weiter an. Es ist zu befürchten, dass das Geld – wie so häufig – nicht zweckgebunden für die Investition von Maßnahmen an die Bürger zurückgegeben wird.

